Pferdekopfnebel (revisited)
Dezember 2025
Der Pferdekopfnebel ist das zweite Ziel, welches ich Ende 2025 mit meinem neuen Refraktor aufgenommen habe. Ich hatte ihn schon im Dezember 2024 aufgenommen (siehe älterer Beitrag), darum auch der Titel revisited. Dank der doppelten Brennweite sind einerseits mehr Details vom Pferdekopf zu sehen, andererseits ist der Bildausschnitt entsprechend kleiner geworden.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Was hinter dem Pferdekopfnebel steckt, habe ich schon in einem älteren Beitrag erklärt. Auf dem neuen Bild sticht noch ein heller Stern mit einer blau leuchtenden Gegend hervor. Dabei handelt es sich um den Reflexionsnebel NGC 2023 (auch „Lump Star“ genannt). Er besteht aus einer ausgedehnten Gas- und Staubwolke, die durch das intensive Licht eines jungen, massereichen blauen Sterns (HD 37903) zum Leuchten angeregt wird. Er ist eines der hellsten Gebiete für fluoreszierenden molekularen Wasserstoff am Himmel. Die Entfernung zur Erde liegt bei etwa 1’450 Lichtjahren, und die Struktur misst etwa 4 Lichtjahre im Durchmesser.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Details zum Objekt
Pferdekopfnebel (IC434)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Orion |
| Winkelausdehnung | 8’x 6’ (Im Vergleich der Mond: 31’ max) |
| Entfernung | 1500 Lj |
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Montierung | Skywatcher HEQ-5 Pro |
| Refraktor | Askar 103/700mm |
| Hauptkamera | ZWO ASI533MC Pro |
| Guidekamera | ZWO ASI220MM Mini |
| Autoguiding | ZWO Asiair |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Lumnezia (GR), 1200m ü. M. |
| Datum | 29.12.2025 |
| Bilder |
|
| Gain | 100 |
| Cooling | -10 C |
| Filter | Keine |
| Bearbeitung |
|
NGC2244 im Rosettennebel
Dezember 2025
Ende 2025 habe ich meine Ausrüstung um einen Refraktor mit etwa doppelter Brennweite (von 360 mm auf 700 mm) erweitert, damit ich auch Bilder von kleineren (weniger ausgedehnten) Objekten aufnehmen kann. Ich habe die Weihnachtszeit mit den langen Nächten ausgenutzt, um mein neues Instrument auszuprobieren.
Das erste Ziel war der Rosettennebel – nicht die beste Wahl, da es sich um ein recht ausgedehntes Objekt handelt. D. h., ich bekam natürlich nicht den ganzen Nebel auf das Bild, dafür aber eine schöne Aufnahme der zentralen Region mit dem offenen Sternhaufen NGC2244.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
NGC2244 ist ein offener Sternhaufen. Als offene Sternhaufen werden Ansammlungen von etwa hundert bis zu einigen tausend Sternen bezeichnet, die sich aus derselben Riesen-Molekülwolke gebildet haben. Die Sterne sind sehr jung, etwa 2 Mio. Jahre alt, und ihre Konzentration im Haufenzentrum ist relativ gering. Die Ultraviolettstrahlung der Sterne bringt die Gase des Nebels zum Leuchten. Der Sternhaufen ist im Rosette Nebula eingebettet. Dieser ist deutlich grösser als der Bildausschnitt oben.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Details zum Objekt
NGC2244
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Einhorn |
| Winkelausdehnung | 24' (Im Vergleich der Mond: 31’ max) |
| Entfernung | 5200 Lj |
| Alter | 2 Mio Jahre |
| Number of stars | 1000-2000 |
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Montierung | Skywatcher HEQ-5 Pro |
| Refraktor | Askar 103/700mm |
| Hauptkamera | ZWO ASI533MC Pro |
| Guidekamera | ZWO ASI220MM Mini |
| Autoguiding | ZWO Asiair |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Lumnezia (GR), 1200m ü. M. |
| Datum | 28.12.2025 |
| Bilder |
|
| Gain | 100 |
| Cooling | -10 C |
| Filter | Keine |
| Bearbeitung |
|
Andromeda Galaxie
Oktober 2025
Die Andromeda Galaxie (M31) ist ein tolles Objekt. Bei guten Verhältnissen kann man sie mit blossem Auge beobachten. Es ist das erste astronomische Objekt, welches ich versucht habe zu fotografieren – mit einer digitalen Spiegelreflexkamera und einer mechanischen Nachführung. Diese ersten Versuche können unter „Mehr“ bewundert werden. Ich hatte sehr viel Freude, als ich die Andromeda Galaxie zum ersten Mal auf einem Foto eingefangen habe. Seitdem hat mich das Astrophotographie-Fieber gepackt, und ich habe mein Equipment und meine Technik verbessert.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Die Andromeda Galaxie (M31) ist eine Spiralgalaxie welche etwa 2.5 Mio Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Sie besitzt einen Durchmesser von etwa 150’000 bis 200’000 Lichtjahren und ist damit deutlich grösser als unsere Milchstrasse (diese hat einen Durchmesser von etwa 90'000 Lichtjahren).
Am Himmel lässt sich die Galaxie am besten in klaren Herbst- und Winternächten beobachten. Sie befindet sich im gleichnamigen Sternbild Andromeda und wird oft als nebliger, ovaler Fleck wahrgenommen.
Die Andromeda-Galaxie bewegt sich mit etwa 110 Kilometern pro Sekunde auf unsere Milchstrasse zu. In etwa 4 bis 5 Milliarden Jahren werden die beiden Galaxien aufeinanderprallen und zu einer einzigen, noch grösseren Galaxie verschmelzen.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Details zum Objekt
Andromeda Galaxie (M31)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Andromeda |
| Winkelausdehnung | 3.167° × 1° (zum Vergleich, der Mond 0.5°) |
| Entfernung | 2.5 Mio Lj |
| Alter | 10 Mia Jahre |
| Number of stars | 10^12 |
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Montierung | Skywatcher HEQ-5 Pro |
| Refraktor | Zenithstar Z61/360mm |
| Hauptkamera | ZWO ASI533MC Pro |
| Guidekamera | ZWO ASI220MM Mini |
| Autoguiding | ZWO Asiair |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Lumnezia (GR), 1200m ü. M. |
| Datum | 18.10.2025 |
| Bilder |
|
| Gain | 100 |
| Cooling | -10 C |
| Filter | Keine |
| Bearbeitung |
|
Weitere Bilder
Im Jahr 2021 habe ich mein erstes nachgeführtes Bild der Andromeda Galaxie aufgenommen. Dafür habe ich ein Photostativ mit einer mechanischen Nachführung (Minitrack LX3) und eine Spiegelreflexkamera verwendet. Die mechanische Nachführung ist wirklich eine wunderbare Sache, um mit der Astrophotographie zu beginnen. Sie benötigt keine externe Stromzufuhr, keine Steuerungscomputer usw.
Es handelt sich auch um eine einzelne Aufnahme – kein Stacking, keine Darks usw. Damals kannte ich diese Techniken noch nicht. Trotzdem ist es für mich eine tolle Aufnahme, mit der ich sehr gute Erinnerungen verbinde, weil ich zum ersten Mal eine Galaxie fotografiert habe.
An diesem Abend habe ich mehrere Versuche mit dem oben beschriebenen Setup gemacht. Auf dieser Aufnahme ist mir ein Flugzeug genau durch das Bild geflogen. Es ist sehr faszinierend, einerseits sich vorzustellen, dass man heute mit einem Verkehrsflugzeug jeden Ort dieser Erde innerhalb von 24 Std. erreicht, und gleichzeitig die Andromeda Galaxie (M31) zu sehen, welche für uns (im Moment) unerreichbar ist.
Ringmond
Februar 2025
Beim nächtlichen Spaziergang mit meinem Hund fiel mein Blick auf den Himmel, wo der Mond von einem wunderschönen, leuchtenden Ring umgeben war. Ein beeindruckendes Schauspiel! Ich hoffte, dass das Phänomen noch eine Weile anhalten würde, damit ich es nach meiner Rückkehr fotografieren könnte. Zuhause baute ich schnell meine Kamera mit Stativ auf und versuchte, den Ring bestmöglich einzufangen. Doch eine Herausforderung zeigte sich sofort: Der Mond selbst war viel zu hell und überstrahlte das Bild. Trotzdem gelang es mir, den feinen, schimmernden Ring sichtbar zu machen.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Dieses beeindruckende optische Phänomen wird als „Mondhalo“ bezeichnet und entsteht durch die Brechung und Reflexion des Mondlichts an unzähligen winzigen Eiskristallen und Wassertröpfchen in der oberen Atmosphäre. Die Kristalle wirken wie winzige Prismen, die das Licht in einem charakteristischen Winkel von etwa 22 Grad umlenken – daher hat der Ring immer dieselbe Größe. Solche Halos treten besonders häufig bei dünnen, hohen Zirruswolken auf und können ein Hinweis auf eine Wetteränderung sein.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Technische Details
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Kamera | Nikon D7500 |
| Objektiv | Samyang 2.8/14mm |
| Stativ | Rollei C6i Carbon |
| Intervalometer | Hama |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Uitikon (ZH), ~550m ü. M. |
| Datum | 09.02.2025 |
| Blende | 4.5 |
| Belichtungszeit | 10 sec |
| ISO | 200 |
| Bearbeitung | Keine |
Sternenspuren
Januar 2025
Dieses Bild entstand in einer eiskalten Januarnacht in den Bündner Bergen. Während ich draußen in der klaren, stillen Nacht stand, faszinierte mich der Anblick des Himmels, an dem sich die Sterne langsam über die Zeit zu bewegen schienen.
Um diesen Effekt festzuhalten, richtete ich meine Kamera auf den Himmel und machte über einen längeren Zeitraum hinweg viele Einzelaufnahmen. Später legte ich diese Bilder übereinander, sodass die scheinbaren Kreisbahnen der Sterne sichtbar wurden. Besonders spannend fand ich dabei die Spiegelung der Sternenspuren im Fenster unten im Bild – ein schöner, unerwarteter Effekt.
Der aufmerksame Beobachter wird im Bild noch weitere interessante Details entdecken: Mehrere gestrichelte Linien verraten die Spuren von Flugzeugen, deren blinkende Positionslichter im Zeitraffer sichtbar werden. Außerdem ist eine kürzere, durchgezogene Linie zu sehen – die Spur eines Meteors, der für einen kurzen Moment über den Himmel zog.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Die faszinierenden Sternenspuren entstehen nicht durch eine tatsächliche Bewegung der Sterne, sondern durch die Drehung der Erde um ihre eigene Achse. Die Erdrotationsachse verläuft durch den Nord- und Südpol und zeigt auf der Nordhalbkugel in Richtung Polarstern. Wenn eine Kamera für längere Zeit auf diesen Punkt ausgerichtet bleibt und kontinuierlich Fotos aufnimmt, erscheinen die Sterne als kreisförmige Spuren um diesen Fixpunkt.
Der Effekt entsteht durch eine Technik namens „Star Trails“ (Sternenspuren), bei der entweder eine Langzeitbelichtung oder eine Überlagerung vieler Einzelbilder verwendet wird. Besonders beeindruckend wird das Bild, wenn sich zusätzliche Reflexionen oder Landschaftselemente ins Motiv einfügen – wie in diesem Fall die Spiegelung der Spuren im Fenster.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Technische Details
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Kamera | Nikon D7500 |
| Objektiv | Samyang 2.8/14mm |
| Stativ | Rollei C6i Carbon |
| Intervalometer | Hama |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Anzahl Bilder | 90 |
| Blende | 3.2 |
| Belichtungszeit | 60 sec |
| ISO | 100 |
| Bearbeitung | Photoshop |
Weitere Bilder
Auf diesem Bild ist der komplette Aufbau mit Kamera und Stativ zu sehen. Ein stabiles Stativ ist dabei unerlässlich, da jede einzelne Aufnahme eine Belichtungszeit von 60 Sekunden hat. Selbst kleinste Erschütterungen würden die Sternenspuren verwackeln und das gesamte Bild ruinieren.
Um den Effekt der kreisförmigen Sternenspuren zu erzeugen, werden viele dieser Langzeitbelichtungen hintereinander aufgenommen. Die gesamte Sequenz erstreckt sich über etw. 1.5 Stunden, je nachdem, wie ausgeprägt die Sternenspuren im finalen Bild sein sollen.
Pferdekopfnebel
Dezember 2024
Dieses Bild entstand zwischen Weihnachten und Neujahr während einer mondlosen Nacht in den Bündner Bergen. Perfekte Bedingungen für Astrofotografie: ein klarer Himmel, wenig störende Lichtverschmutzung und ausreichend Zeit, um eines der schönsten Wintermotive einzufangen.
Das Foto zeigt zwei faszinierende Nebelgebiete im Sternbild Orion: den Pferdekopfnebel (IC 434) und den Flammennebel (NGC 2024). Orion ist eine der markantesten Winterkonstellationen und bereits früh am Abend tief im Südosten zu sehen. Im Laufe der Nacht steigt er immer höher und erreicht seinen höchsten Punkt um Mitternacht.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
IC 434 ist ein Emissionsnebel, dessen rötliches Leuchten von ionisiertem Wasserstoff stammt. Die intensive Strahlung eines nahen Sterns regt die Wasserstoffatome an, wodurch der Nebel zum leuchten gebracht wird. Direkt davor liegt der berühmte Pferdekopfnebel – eine dichte Dunkelwolke aus Gas und Staub, die sich als markante Silhouette vor dem leuchtenden Hintergrund abzeichnet.
Der Flammennebel (NGC 2024) beherbergt einen jungen, dichten Sternhaufen. Ein massereicher Stern aus dieser Region gilt als Hauptquelle der Ionisation, die den Nebel zum Leuchten bringt. Die gelblich-braunen Töne des Nebels entstehen durch Staubpartikel, die das Licht reflektieren und streuen.
Das Sternbild Orion enthält noch viele weitere beeindruckende Himmelsobjekte. Einige davon sind auf weiteren Aufnahmen zu sehen.
Details zu den Objekten
Pferdekopfnebel (IC434)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Orion |
| Winkelausdehnung | 8’x 6’ (Im Vergleich der Mond: 31’ max) |
| Entfernung | 1500 Lj |
Flammennebel (NGC2024)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Orion |
| Winkelausdehnung | 30’x30’ (Im Vergleich der Mond: 31’ max) |
| Entfernung | 1500 Lj |
| Durchmesser | 13 Lj |
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Montierung | Skywatcher HEQ-5 Pro |
| Refraktor | Zenithstar Z61/360mm |
| Hauptkamera | ZWO ASI533MC Pro |
| Guidekamera | ZWO ASI220MM Mini |
| Autoguiding | ZWO Asiair |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Lumnezia (GR), 1200m ü. M. |
| Datum | 30.12.2024 |
| Bilder |
|
| Gain | 100 |
| Cooling | -10 C |
| Filter | Keine |
| Bearbeitung |
|
Weitere Bilder
Orionnebel
Dieses Bild zeigt den Orionnebel (M42), eines der bekanntesten Deep-Sky-Objekte. Da ich ihn in einem zukünftigen Beitrag noch ausführlicher vorstellen werde, gibt es hier nur eine kurze Beschreibung.
Mit der Qualität des Bildes bin ich noch nicht ganz zufrieden – die zentrale Region ist überbelichtet und wirkt ausgebrannt. Das liegt an der hohen Dynamik des Nebels: Der Kern ist extrem hell, während die äußeren Bereiche deutlich schwächer leuchten. Diese Herausforderung erfordert eine bessere Aufnahmetechnik, an der ich noch arbeiten werde.
Das Besondere am Orionnebel ist, dass er bereits mit bloßem Auge sichtbar ist. In den folgenden Bildern zeige ich, wie das Sternbild Orion aussieht und wo genau sich M42 darin befindet.
Tipp: Wer den Orionnebel selbst beobachten möchte, sollte die nächste klare Nacht nutzen – es lohnt sich!
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Bilder |
|
| Gain | 70 |
| Cooling | -10 |
| Filter | Keine |
Sternbild Orion mit Plejaden
Hier ist mein Setup mit Montierung und Refraktor, ausgerichtet in Richtung Südosten. Tief am Horizont ist das Sternbild Orion mit dem Orionnebel (M42) zu erkennen. Weiter oben leuchten die Plejaden, die ich in einem anderen Beitrag noch ausführlicher vorstellen werde.
Für alle, die Orion oder die Plejaden auf dem Bild nicht sofort entdecken – einfach weiter nach unten scrollen!
Sternbild Orion mit Plejaden - aufgelöst!
Dies ist das gleiche Bild wie zuvor, aber mit Markierungen der wichtigsten Objekte:
- Orionnebel (M42)
- Pferdekopfnebel (IC 434)
- Beteigeuze
- Plejaden (M45)
Nun lassen sich die Himmelsobjekte leichter zuordnen!
Widefield des Sternbild Orion
Durch die deutlich längere Belichtungszeit erkennt man bereits den Orionnebel. Der Stern Beteigeuze mit seiner charakteristischen orange-roten Farbe ist sehr gut zu erkennen.
Kaliforniennebel
Dezember 2024
Auch dieses Bild entstand zwischen Weihnachten und Neujahr in den Bündner Bergen. Es zeigt einen faszinierenden Nebel, der wegen seiner markanten Form den Namen Kaliforniennebel trägt. Aufgrund seiner Grösse passte er leider nicht vollständig in mein Bildfeld – ein Hinweis darauf, wie ausgedehnt manche Himmelsobjekte tatsächlich sind.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Der Kaliforniennebel (NGC 1499) ist eine sogenannte HII-Region, eine ausgedehnte Wolke aus ionisiertem Wasserstoff. Solche Regionen sind Geburtsstätten neuer Sterne, da sich in ihnen dichte Gas- und Staubansammlungen befinden, aus denen sich unter der eigenen Schwerkraft Sterne formen können.
Der Kaliforniennebel wird vermutlich von Xi Persei, einem heißen, jungen Stern in seiner Nähe, zum Leuchten angeregt. Die intensive UV-Strahlung dieses massereichen Sterns ionisiert den Wasserstoff in der Nebelwolke, wodurch das charakteristische rote Leuchten entsteht.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Details zum Objekt
Kaliforniennebel (NGC 1499)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Perseus |
| Winkelausdehnung | 2.5° lang |
| Entfernung | 1200 Lj |
| Ausdehnung | 22 Lj |
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Montierung | Skywatcher HEQ-5 Pro |
| Refraktor | Zenithstar Z61/360mm |
| Hauptkamera | ZWO ASI533MC Pro |
| Guidekamera | ZWO ASI220MM Mini |
| Autoguiding | ZWO Asiair |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Lumnezia (GR), 1200m ü. M. |
| Datum | 29.12.2024 |
| Bilder |
|
| Gain | 150 |
| Cooling | -10 C |
| Filter | Keine |
| Bearbeitung |
|
Plejaden
Dezember 2024
Auf die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich mich ganz besonders gefreut. Vor einigen Monaten hatte ich mir eine „richtige“ Montierung zugelegt, die es mir ermöglichen würde, Himmelsobjekte einfacher zu finden und dank genauerer Nachführung längere Belichtungen zu machen. Leider waren die Wetterbedingungen im Herbst schlecht, sodass ich mein neues Equipment noch nicht richtig testen konnte.
Nun musste nur noch das Wetter und der Mond mitspielen – und ich hatte Glück! Der Himmel war klar, und es gab mehrere aufeinanderfolgende mondlose Nächte. Die perfekte Gelegenheit, endlich mein neues Setup auszuprobieren. Die Frage war nur: Welches Objekt sollte ich in der ersten Nacht aufnehmen?
Die Entscheidung fiel schnell: die Plejaden (M45). Ich hatte diesen offenen Sternhaufen bereits vor einiger Zeit mit demselben Refraktor, aber einer leichteren Montierung fotografiert. Das damalige Ergebnis war eher enttäuschend, weshalb ich nun umso gespannter auf das neue Resultat war.
Wissenschaftlicher Hintergrund:
Die Plejaden, auch „Siebengestirn“ oder „Sieben Schwestern“ genannt, sind ein offener Sternhaufen in unserer Milchstraße. Er enthält rund 400 Sterne, ist etwa 444 Lichtjahre entfernt und hat ein geschätztes Alter von 125 Millionen Jahren.
Rund um die Plejaden ist ein bläulicher Reflektionsnebel zu sehen. Dieser entsteht, weil das Licht der heißen, jungen Sterne an interstellarem Staub reflektiert und gestreut wird. Früher ging man davon aus, dass dieser Staub ein Überrest der Entstehung des Sternhaufens sei. Doch bei einem Alter von 125 Millionen Jahren hätte der Strahlungsdruck der Sterne den Staub längst davongeblasen. Heute nimmt man an, dass die Plejaden gerade zufällig durch eine besonders staubreiche Region des interstellaren Raums ziehen – ein faszinierender Zufall, der ihnen ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleiht.
Unter Mehr befinden sich technische Details zu der Aufnahme.
Details zum Objekt
Plejaden (M45)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Sternbild | Stier |
| Winkelausdehnung | 2 grad (etw. 4x so gross wie der Mond) |
| Entfernung | 444 Lj |
| Alter | 125 Mio Jahre |
Equipment
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Montierung | Skywatcher HEQ-5 Pro |
| Refraktor | Zenithstar Z61/360mm |
| Hauptkamera | ZWO ASI533MC Pro |
| Guidekamera | ZWO ASI220MM Mini |
| Autoguiding | ZWO Asiair |
Aufnahme
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Ort | Lumnezia (GR), 1200m ü. M. |
| Datum | 28.12.2024 |
| Bilder |
|
| Gain | 70 |
| Cooling | -10 C |
| Filter | Keine |
| Bearbeitung |
|